Dr. Herbert Watschinger

Sein Lebenswerk

Von Tanzania wußte Herbert Watschinger vorerst kaum etwas. Erst eine Reise durch Ostafrika weckte in ihm die Sehnsucht nach diesem Land und den dringenden Wunsch, als Arzt und Priester dort seine Hilfe anzubieten. Wovon er träumte, setze er in die Tat um. 27 Jahre seines Lebens schenkte Herbert Watschinger den Maasai und ihren Nachbarn, den Wasonjo, am Rand der Serengeti.

1964 gründete er Wasso Hospital. Vor Ort waren es vor allem Ordensschwestern, auch aus Oberösterreich, die ihn tatkräftigst unterstützten, desgleichen der Missionar Pat Patten, der mit „daktari“ Herbert Watschinger das Flying Medical Service initiierte, bis heute ein unverzichtbarer Teil der medizinischen Versorgungsstrukturen.

Schon 1976 gelang es ihm ein zweites Krankenhaus in der weitläufigen Region zu eröffnen. Durch dieses zweite Krankenhaus in Endulen können die rund 120.000 Maasai im Distrikt Ngorongoro (nach wie vor) medizinisch versorgt werden. Viele Oberösterreicher haben die Gründung und den Ausbau der beiden Krankenhäuser von Beginn an maßgeblich gefördert und unterstützt.

Zur Person

Herbert Watschinger

Dr. Herbert Watschinger wurde 1922 in Linz an der Donau geboren, studierte Medizin in Prag und Graz, geriet während des Zweiten Weltkrieges in englische Kriegsgefangenschaft und setzte dann sein Studium in Innsbruck fort. 1947 Promotion zum Doktor der allgemeinen Heilkunde, bis 1951 Turnusarzt am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz. 1952 begann Herbert Watschinger sein Theologiestudium in Innsbruck, 1956 wurde er zum Priester geweiht. Nach seinem Dienst als Kaplan in mehreren oberösterreichischen Pfarren 1960 Reise durch Ostafrika. 1964 erhielt er vom bischöflichen Ordinariat in Linz die Freistellung für eine Missionstätigkeit als Priester und Arzt. Die folgenden 27 Jahre wirkte er in der Diözese Arusha in Tanzania.